Contact Japannual

Success! Message received.

Japannual Info

Es ist ein besonderes Jahr für den japanischen Film. Mit dem Gewinn des Oscars als bester Internationaler Film für den japanischen Beitrag Drive My Car im März dieses Jahres, hat Japans erfolgreicher Vorzeige-regisseur Ryūsuke HAMAGUCHI das Filmschaffen des Landes für einen Moment ins Zentrum internationaler Beobachtung gestellt. Ob sein persönlicher Erfolg auch dazu beitragen kann, das aktuelle japanische Filmgeschehen nachhaltig wahrnehmbarer zu machen, bleibt offen. Japannual jedenfalls möchte seinen Beitrag dazu leisten und hat nun zum bereits sechsten Mal ein ausgewogenes Programm zusammen-gestellt, das verschiedene Strömungen des japanischen Kinos einem heimischen Publikum vermitteln möchte. 

 

Zur Eröffnung der Japanischen Filmtage haben wir das ergreifende Familiendrama My Small Land der Regisseurin Emma KAWAWADA ausgewählt, das sich mit dem Schicksal einer kurdischen Flüchtlings-familie, die seit Jahren mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus in Japan lebt, auseinandersetzt. Herausgefordert durch Tradition und staatliche Willkür, strebt die älteste Tochter Sarya nach einem Leben in Gleichberechtigung mit Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung. 

 

Mit Plan 75 präsentieren wir auch den diesjährigen japanischen Oscar-kandidaten, eine verunsichernde, dystopisch anmutende Zukunftsvision der Regisseurin Chie HAYAKAWA. Eine überalternde Gesellschaft sucht nach Wegen, ihre ältere Bevölkerung möglichst gemütlich und vor allem geplant loszuwerden. Ihr Film wurde in der Un Certain Regard Schiene in Cannes gezeigt, wo die herausragende Kameraleistung von Hideho URATA eine lobende Erwähnung erhielt.

 

Weniger ernsthaft, dafür ein ganz besonderer Leckerbissen für die Fans japanischer Sci-Fi Kultur, ist unsere heurige Slash Kooperation Shin Ultraman, in dem sich der silberne Riese erneut außerirdischen Wesen und anderen unbekannten Lebensformen in einem faszinierenden Kaiju Spektakel entgegenstellen darf. Die Wiederbelebung des beliebten Tsuburaya Serienhelden der 60er/70er Jahre war in Japan der Kinohit des Frühsommers und hält sich mühelos in den Top Ten der japanischen Kinocharts.

 

Ebenfalls ein japanischer Top Ten Erfolg ist der wohl romantischste Film des Jahres The Last 10 Years, ein Tearjerker oberster Güte mit der unvergleichlichen Nana KOMATSU in der Hauptrolle. Dass die Herzen der Zusehenden hier reihenweise gebrochen werden, mag aber auch an der Romanvorlage von Ruka KOSAKA liegen, die hier ihre eigene Geschichte niedergeschrieben hat. 

 

Eine etwas differenziertere Herangehensweise an das Thema Liebes-beziehungen im heutigen Japan haben das Writer/Director Duo Rikiya IMAIZUMI und Hideo JŌJŌ in ihrer Zusammenarbeit gewählt. Die L/R15 Kollaboration, bei denen jeweils der eine das Drehbuch zum Film des anderen beisteuert, bringt uns mit Love Nonetheless und Straying zwei Filme, die sich mit Leichtigkeit und überraschender Offenheit mit Herzensangelegenheiten auseinandersetzen. Die verbindende Kraft einer Katze darf dabei nicht fehlen.

 

Die Zusammenarbeit mit dem Red Lotus Asian Filmfestival bringt uns die Tragikkomödie Riverside Mukolitta der Regisseurin Naoko OGIGAMI, deren Film A Close Knit 2017 Japannual eröffnetet. In ihrem heurigen Werk treffen wir auf eine ganze Reihe von skurrilen Charakteren, die nicht nur unsere Laune, sondern letztendlich auch die des schwermütigen Hauptdarstellers heben.

 

Noch weiter in die quirky Welt japanischer Indies tauchen wir mit der Moosic Lab Produktion Melting Sounds der jungen Regisseurin Kahori HIGASHI bzw. dem PIA Publikumspreisgewinner In The Distance ein. Für letzteren Film kommt dessen siegreiche Regisseurin und Hauptdar-stellerin Saki CATO persönlich nach Wien, um ihre Arbeit hier vorzustellen. Beide Filme haben die Überwindung von zwischenmenschlichen Distanzen zum Inhalt und zeigen, dass auch der Kinonachwuchs in Japan lebendig und unterhaltsam ist. 

 

Direkt vom Filmfestival in Venedig erreicht uns Kei ISHIKAWAs A Man, wo der Film in der  Orizzonti Schiene lief. Auch hier geht es um die Überwindung von Distanzen, wobei hier diese innerhalb der eigenen Person zu finden sind, zur eigenen Identität. Ein spannendes Mystery Drama mit Tiefgang, das unter anderem ein Wiedersehen mit Sakura ANDO (Shoplifters) bringt. 

 

Als einen aus dem gewohnten Programm herausragenden Event präsentieren wir das Kollektiv OKABRE mit ihrer Live-Vertonung des japanischen Stummfilmklassikers A Page Of Madness aus dem Jahr 1926, bei uns nun zum letzten Mal in Wien zu sehen. 

 

Mit gleich drei Dokumentarfilmen will Japannual auch den Blick für Japan jenseits der Fiktion schärfen. Salaryman beschäftigt sich mit dem Phänomen betrunkener Büroangestellter, die nachts auf Japans Straßen schlafen, Tokyo Kurds spiegelt die Erfahrungen des Eröffnungsfilms in dokumentarischer Form wider und Come Back Anytime zeigt einen Ramen Meister bei der Arbeit und ist deutlich mehr als äußerst Appetit anregend. 

 

Für Anime Fans steht mit Inu-oh die neueste Arbeit von Masaaki YUASA als weiteres Produkt unserer Zusammenarbeit mit Slash auf dem Programm, in dem es ihm gelingt die überwältigende Verbindung von traditioneller Japanischer Legende mit grandioser Glam Rock Extravaganz herzustellen. Ein opulenter Augen- und Ohrenschmaus wie nur ein Meister wie YUASA ihn schaffen kann. 

 

Der gesamte Überblick über das aktuelle japanische Filmgeschehen umfasst 27 Filme, die meisten von ihnen sind nur einmalig hier bei Japannual  zu erleben. 

Ihr Team von JAPANNUAL

Ticket Info

Die Tickets für Japannual können Sie ab 22. September 2022 über die Reservierungs-Website des Filmcasinos reservieren und direkt an der Kassa erwerben. Die Kassa eröffnet während des Festivals 1 Stunde vor der ersten Vorstellung. 

Preise

Einzelticket: € 9,- (bei Kauf online € 9,50)

Ermäßigte Tickets: € 8,- (Ö1-Club, Studierende)

ÖJG Mitglieder / Filmcasino Clubkarte: € 7,-

Festival Pass: € 75,-

Der Pass berechtigt zum Besuch aller Vorstellungen von Japannual 2022. Pässe können nur über film@japannual.at reserviert werden und ab 6. Oktober bei unserem Hospitality Desk im Filmcasino abgeholt werden. Die Tickets für die Vorstellungen müssen am selben Tag und bis spät. 30 Min. vor Beginn der entspr. Vorstellung abgeholt werden (keine gesonderte Reservierung notwendig). 

Tel 01 5879062 Margaretenstraße 78, 1050 Wien

ÖJG Info

Die ÖJG ist eine Plattform für alle, die sich in Österreich mit Japan-Themen befassen, zum Beispiel Haiku, Ikebana, Anime/Cosplay, Japanische Kampfkünste, Kalligrafie, Japanische Lebensmittel und Japanisch kochen, Restaurants, Shops, Japanisch lernen u. v. m. – und seit Oktober 2017 eben auch der Japanische Film. Es gibt über solche Grassroots-Bewegungen hinaus auch engen Kontakt zur Japanischen Botschaft, zum Kulturzentrum und zur Außenhandelsstelle JETRO.

Der Erwerb einer Mitgliedschaft bei der ÖJG - als Einzelperson, Verein oder Firma - ist unkompliziert und nicht teuer. Beitrittserklärung siehe letzte Seite unserer Vereinszeitschrift „Brücke“ oder unter www.oejg.org

Japannual bedankt sich bei

dem Vorstand der ÖJG: Noriko Brandl, Elisabeth Noisser, Georg Illichmann, Peter M. Weber, Alexandra Faust, Alexander Scheuwimmer, Pamela Gallistl sowie Diethard Leopold und Roman Ziegler,

der Japanischen Botschaft in Österreich

sowie Georg Bauer, Tamara Bijelic, Bougouma Fall, Nina Fog, Pamela Gallistl, Gioia Hader, Marie-Christine Hartig, Nikola Kalajdzic, Markus Keuschnigg, Madeleine Khrewish, Gerald Knell & Nadine Oucherif & dem Team vom Filmcasino, Naomi Kondo, Chiaki Kumon, Tatsuya Machida, Wolfgang Mayr, Sophie Neudorfer, Naoko Sato, Rentaro Shima, Yurika Shima, Claudia Siefen-Leitich, Katja Wiederspahn, Susanna Wouk, Machi Yamamoto.

Credits

FESTIVALLEITUNG

Ayumi KONDO

Georg SCHNEIDER

PROGRAMMIERUNG

Georg SCHNEIDER

Ayumi KONDO

 

COMMUNICATIONS

Yurika SHIMA , Naomi KONDO

GRAFIK SUPPORT

Tamara BIJELIC

TEXT & PROGRAMM SUPPORT

Nikola KALAJDZIC

ÜBERSETZUNGEN & JAPANISCHE TEXTE

Yurika SHIMA, u.a.